#feldforschung

Einer der interessanten Aspekte meiner derzeitigen Tätigkeiten ist , dass ich sehr viel mit Menschen zu tun habe. Da meine so herausragende Intelligenz während der Arbeit nicht weiter gefordert wird, bin ich ständig dabei meine Kenntnisse über die oberschwäbische Landbevölkerung zu vertiefen.
Und kann durchaus auch Spaß machen. Immerwieder stoße ich auf Charaktere, denen ich so vorher hier nie begegnet bin bzw. hier auch nicht vermutet habe. [Es kommt aber auch vor, das ich einfach überwältigt bin, was (und das habe ich noch weniger erwartet) das Landleben, zu bieten hat: Schafe! Viele kleine, kuschlige Schafe!]
Aber nun gut: Über verwahrloste Teenies, diverse Schrothändler und ausgestiegene "Einsiedler" ist alles dabei. Bei all diesen "Sozialen Phänomenen" (vielleicht beschädtige ich mich damit ein andermal weiter) ist mir letzens vor allem eines aufgefallen: süße Jungs. Es verhält sich tatsächlich so, dass gerade diese Bevölkerungsgruppe es gemein hat, lange zu schlafen. Auch wenn mir in früheren Zeiten bereits einige dieser Fälle begegnet waren, so habe ich nun doch den Eindruck gewonnen, dass es generell eine Tatsache, also eine Eigenschaft aller süßen Jungs ist, stets verschlafen, unvollständig bekleidet und zersaust zu sein, zu Zeiten während derer andere, schon seit einigen Stunden den Tag nutzen, oder verstreichen lassen. Durchaus nicht uninteressant.
Zur Vervollständigung sei hier angemerkt: Ich stehe schon lange nicht mehr auf süße Jungs.


[made up love]


Wolf Parade // Dear Sons And Daughters Of Hungry Ghosts

#i need a life

There are days when outside your window, I see my reflection as I slowly pass
And I long for this mirrored perspective when we'll be lovers, lovers at last.



Death Cab For Cutie // I Will Posses Your Heart [listen]

#make it with my midnight dream

Sex contains all, bodies, souls,
Meanings, proofs, purities, delicacies, results, promulgations,
Songs, commands, health, pride, the maternal mystery, the seminal milk,
All hopes, benefactions, bestowals, all the passions, loves, beauties,
delights of the earth.

Walt Whitman, -A Woman Waits for Me


nocturnal
Gerald Förster "Nocturnal"



Belle&Sebastian // Don't Leave The Lights On Baby

long distance fuck

Die Tage an denen man sich nichts zu sagen hat, sind die grausamsten.
"Wie macht man das alles?" Für manche Dinge gibt es keine Lösung. Es gibt einfach nicht in jeder Situtation was zu sagen. Es gibt keine Worte für eine ordentliche Umarmung, mit alledem was eben dazu gehört. Man kann es nicht beschreiben, in den Momenten in denen sich die Kilometer verdoppeln, die Leitung knattert und der verdammte Hörer immer schwerer wird, weil er an allem Schuld ist. Und dann ist da plötzlich diese Stille und die Angst. Nicht vor der Distanz sondern vor der Entfernung. Wie sagt man das denn, ohne das es abgedroschen klingt, dass da eigentlich ständig ein Teil fehlt, das man schlafwandlet, wie weggetreten, dass alles gleichgültig ist und man nur versucht zu überleben irgendwie. Wie sagt man das denn, ohne das es blöd und total abhängig klingt. Wie sagt man, dass man nur einen anderen Körper an seinem eigenen braucht, in einer anderen Welt. WIe sagt man, dass man tatsächlich davon abhängig ist und dass man einfach nichts zu sagen hat, weil es einfach viel zu sehr schmerzt in manchen Momenten. Wie sagt man dass, ohne sich einfach nur leer zu fühlen. Früher oder später kommt dann auch der Gedanke wieso man sich darauf nur eingelassen hat.
Aber wenigstens darauf gibt es eine Antwort. [Duweisstesgenausogutwieich]


Annie Stela // It's You

#a little more stupid, a little more scared

Spürt ihr das auch? ruft eine Frau aus dem Fenster. Die Luft ist rein. Alles riecht neu, frisch und gewaschen. Die Ruhe nach dem Sturm. Die Bäume im Park sind gerade so hoch dass ich einen Schauer Regentropfen abbekomme als ich drunter hindurch gehe. Sie sind jetzt wieder voller kleiner Blüten. Weiß und Rosa, wie damals im Sommer, in unserem Sommer. [Weisst du noch?] Es ist Frühling, denke ich erschocken, weil ich gerade erst etwas gelesen hatte, in einer Zeitung, einer unmöglichen Zeitung, über den Frühling und die Menschen und die Gefühle, die man dann nicht mehr unter Kontrolle hat. Nur dass in dieser schrecklichen Zeitung nicht das Wort Frühling verwendet wird, sondern der Begriff "Lenz". [Frühling, das ist frisch, neu, sauber. Lenz, das ist alt, träge, schlamm- auf jeden Fall alles andere!]
Jedenfalls. Frühlingsgefühle, dass muss etwas schreckliches sein. Es soll nämlich so sein, sagt die Zeitung, dass man sich einfach nicht wehren kann. Alles wird plötzlich rosa, weiß, sauber und somit eine verdammt verlockende Falle, für alles weibliche [dem ich an dieser Stelle pauschalisiert einfach mal romantische Veranlagung unterstelle]. Das ist natürlich nicht nur für die Weibchen so, klar, auch die Männer gehen in dieser Jahreszeit ab. [ch weiß aber nicht ob es bei denen auch an weiß, rosa, sauber liegt. In meiner Welt sind Männer eher dunkler, unrosig und schmutzig [ und das ist auch gut so]. Jedenfalls, bemühe ich für meinen Teil mich jetzt, nicht auf diesen miesen rosa Trick der Natur reinzufallen und sehe die Welt so wie sie ist. Nass, kalt und schon bald voller Pollen.
Abgesehen davon, ich bin zuhause. Also, nein, ich bin es nicht. Es fehlt hier einiges zu dem was mein Zuhause sein könnte. Aber, es ist so. Ich liebe diese Stadt. Ich hasse das, aber ich liebe sie. Ich liebe es da zu sein, unterzugehen, zu entdecken. Ich liebe es tausende neue Menschen, Bilder und Details zu beobachten.
Ich versuche mich dagegen zu wehren, schließlich ist es hier überall stinkig, nass und überfüllt, aber wenn ich über diese Scheiß Stadt blicke wird mir einfach ganz warm ums Herz.


The National // Slow Show [mp3]

[site.menu]

just push + play +
_______________________ _______________________

[recent.activity]

ich habe heute etwa 700...
ich habe heute etwa 700 flugblätter mit dem titel...
Nilla - 8. May, 17:33
Berufswunsch Briefträger
verschlafen-unvollständig bekleidet-zerzaust hrhrhr
Grunge (anonymous) - 3. May, 19:41
#feldforschung
Einer der interessanten Aspekte meiner derzeitigen...
Nilla - 1. May, 17:50
#i need a life
There are days when outside your window, I see my reflection...
Nilla - 15. Apr, 20:23

[howto.killthedj]


Vampire Weekend
Vampire Weekend



Death Cab for Cutie
Narrow Stairs


the Last Shadow Puppets
The Age of the Understatement


A.C. Newman
The Slow Wonder

[search.box]

 



Online for 594 days
Last update: 8. May, 21:07 fraupurpur@yahoo.com

addict(ive) address(ee)
impet(o)us thin(gk)s
languish(ing) love(rs)
lyric(ist) l(o)unge
no(i)sy park(er)
photo.graph
Profil
Logout
Subscribe Weblog