its:about that time
seems you got a little bit more than you asked for
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Wie immer hatte sie beim Abschied gedacht, dass es das letzte Mal war. Aber wie immer hatte er sich dann doch wieder gemeldet. Wie geht es dir, war jedes Mal sein erster Satz (er hatte nie verstanden wieso sie diese Frage hasste). Sie dann also meist genervt irgendetwas in der Art geantwortet, wie: klar, lernen, schlafen, Besuch, jaja. Er entgegnete dann irgendetwas wie "Viel zu tun, Kompliziert, müde, Party, was machst du" Jedesmal fragte sie sich, wieso er das tat, sie anrufen obwohl er offensichtlich viel zu beschäftigt dafür war.
Sie trafen sich, im Park. Berührten sich nicht, erst in dem Moment wo er fragte -und es war das erste Mal dass sie diese Frage gestellt bekam: Zu dir oder zu mir? Zumindest diese eine Sache schienen sie gemeinsam zu haben: einen ausgeprägten Fluchtinstinkt.
Früher oder später landeten sie dann im Bett. Auch das letzte Mal, hatte auf diese Weise geendet. Aber etwas war anders. Sie beide hatten sich dafür entschieden -oder es war einfach passiert- etwas Preiszugeben. Er hatte es für zu mühsam befunden, zu lügen und sie hatte es unsinnig gefunden es zu verbergen. Sie schob es auf gegenseitige Gleichgültigkeit. Natürlich hatte sie sich danach trotzdem verletzlich gefühlt. Diese Ehrlichkeit, Offenheit- irgendwie passte das nicht zu Ihnen. Eigentlich passte es natürlich vorzüglich, denn beide waren alledem überdrüssig, aber irgendwie widersprach es ihrem Vorsatz Distanz zu waren.
Nachdem sie miteinander geschlafen hatten, ging sie immer sofort unter die Dusche, wusch sich die Gedanken ab die kamen, sobald ihr Kopf wieder dazu in der Lage war. Sie hörte genau hin, wenn sie ein Geräusch hörte dass nicht zum Wasser gehörte, dass auf ihren Körper herunter prasselte. Stellte sich vor, dass er gerade eben die Tür hinter sich schloß, in diesem Augenblick.
Sie fragte sich ob er einen Zettel dalassen würde. Höchstwahrscheinlich nicht. Aber wahrscheinlich irgendetwas anderes.Sie fragte sich was sie mit seinem Bild machen würde, das Bild welches sie gemacht hatte als ihr Kopf noch völlig benebelt war. Das Bild auf dem er zu sehen war, wie er sich an den Fensterrahmen lehnte, an der Zigarette zog und die Augen zusammen kniff. Sie fragte sich, ob sie es wegwerfen sollte, ob es ihr etwas ausmachen würde, wenn er ging.
Sie hörte jetzt deutlich wie eine Tür geöffnet wurde. Wie sie sich leise schloß. Sie dreht sich nicht um. Eine Hand fuhr ihr von den Schultern den Rücken hinab. Blieb in ihrem Nacken liegen.
Als sie sich später verabschiedeten, diesmal an der Tür, mit einem Kuss auf die Wange- das tat sie sonst nie- fühlte sie deshalb wieder , dass ihr letztes Mal war. Zumindest aber, das es nach dieser Nacht anders sein würde.
Der Pfirsich gehört zur Familie der Rosengewächse, hast du das gewusst, fragte sie.
Peaches // More [YouTube]
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Wie immer hatte sie beim Abschied gedacht, dass es das letzte Mal war. Aber wie immer hatte er sich dann doch wieder gemeldet. Wie geht es dir, war jedes Mal sein erster Satz (er hatte nie verstanden wieso sie diese Frage hasste). Sie dann also meist genervt irgendetwas in der Art geantwortet, wie: klar, lernen, schlafen, Besuch, jaja. Er entgegnete dann irgendetwas wie "Viel zu tun, Kompliziert, müde, Party, was machst du" Jedesmal fragte sie sich, wieso er das tat, sie anrufen obwohl er offensichtlich viel zu beschäftigt dafür war.
Sie trafen sich, im Park. Berührten sich nicht, erst in dem Moment wo er fragte -und es war das erste Mal dass sie diese Frage gestellt bekam: Zu dir oder zu mir? Zumindest diese eine Sache schienen sie gemeinsam zu haben: einen ausgeprägten Fluchtinstinkt.
Früher oder später landeten sie dann im Bett. Auch das letzte Mal, hatte auf diese Weise geendet. Aber etwas war anders. Sie beide hatten sich dafür entschieden -oder es war einfach passiert- etwas Preiszugeben. Er hatte es für zu mühsam befunden, zu lügen und sie hatte es unsinnig gefunden es zu verbergen. Sie schob es auf gegenseitige Gleichgültigkeit. Natürlich hatte sie sich danach trotzdem verletzlich gefühlt. Diese Ehrlichkeit, Offenheit- irgendwie passte das nicht zu Ihnen. Eigentlich passte es natürlich vorzüglich, denn beide waren alledem überdrüssig, aber irgendwie widersprach es ihrem Vorsatz Distanz zu waren.
Nachdem sie miteinander geschlafen hatten, ging sie immer sofort unter die Dusche, wusch sich die Gedanken ab die kamen, sobald ihr Kopf wieder dazu in der Lage war. Sie hörte genau hin, wenn sie ein Geräusch hörte dass nicht zum Wasser gehörte, dass auf ihren Körper herunter prasselte. Stellte sich vor, dass er gerade eben die Tür hinter sich schloß, in diesem Augenblick.
Sie fragte sich ob er einen Zettel dalassen würde. Höchstwahrscheinlich nicht. Aber wahrscheinlich irgendetwas anderes.Sie fragte sich was sie mit seinem Bild machen würde, das Bild welches sie gemacht hatte als ihr Kopf noch völlig benebelt war. Das Bild auf dem er zu sehen war, wie er sich an den Fensterrahmen lehnte, an der Zigarette zog und die Augen zusammen kniff. Sie fragte sich, ob sie es wegwerfen sollte, ob es ihr etwas ausmachen würde, wenn er ging.
Sie hörte jetzt deutlich wie eine Tür geöffnet wurde. Wie sie sich leise schloß. Sie dreht sich nicht um. Eine Hand fuhr ihr von den Schultern den Rücken hinab. Blieb in ihrem Nacken liegen.
Als sie sich später verabschiedeten, diesmal an der Tür, mit einem Kuss auf die Wange- das tat sie sonst nie- fühlte sie deshalb wieder , dass ihr letztes Mal war. Zumindest aber, das es nach dieser Nacht anders sein würde.
Der Pfirsich gehört zur Familie der Rosengewächse, hast du das gewusst, fragte sie.
Peaches // More [YouTube]
Nilla - 11. Jul, 18:58 - lyric(ist) l(o)unge




