addict(ive) address(ee)
Am I loosing touch or am I just completely off the track
Sometimes I ask myself if I ever figure out what's the [fucking] matter with me. Look, I feel like there are two completely different persons inside my mind. Its like you said- a freaky devilish nympho [with a phantom-fetish] on the right and a lost, naive little girl, looking to save the world, on the left one.
It's probably the bitchy, bored, independent one, looking to get naked and have as much fun as possible, aspiring to get over this life- as comfortable and unimpressed as possible. Then again, this curly caring blonde thing, scared, helpless, still believing in such as humanity, shocked by war, climate change and religions, waiting for the one to save the world- or at least the two of them.
Now, imagine yourself finding a decision between these two. It'll probably end up with the little cutie gone crying, huh? Somehow, I really can't stand stucking in this cracked mind. But, well- at least it happens to be entertaining now and then.
The Wombats // Moving To New York
Oh johnny dear you know you're still number one
But girls they want to have fun
Oh girls just want to have -
That's all they really want
Some fun
Ich weiß eigentlich nicht warum ich keine Chance vergehenen lasse, ein gefühloses Miststück zu sein. Es steht fifty-fifty das sich a) hinter dieser Fassade geradezu unmenschlich viele oder b) tatsächlich keine Gefühle verbergen.
Norman Palm // Girls Just Wanna Have Fun
Manchmal fühle ich mich als ob ich gleich vor Glück platze. Es kann schon vorkommen das ich dann plötzlich auf der Straße hüpfe oder singe. Das ist ungewöhnlich. Nicht dass ich jetzt optimistisch werde auf meine alten Tage- Ich mache es so, das es niemand sieht.
Achja, was ich nicht mag hier, dass die Leute einem nie in die Augen schauen. Also sie wollen es nicht. Sie gucken vorbei. Oder wie der Kerl im Zug. Er setzt sich mir gegenüber und erzählte von seiner verstorbenen Tante, während er über den Scheiß ICE flucht. Ich sehe ihn verlegen traurig an. Er sagt, guck nicht so blöd. Ich lächele ein wenig. Er flucht, hör auf mich auszulachen. Ich sehe krampfhaft auf den Tisch.
Er packt meinen Arm und sagt, hör mir zu. Den Rest der Unterhaltung starre ich also weiter auf den Tisch.
Ach. Ich weiß nicht. Es könnte eigentlich alles so gut laufen.
Barenaked Ladys // If I Had A Million Dollars
"Und, fühlt sich das komisch an?"
"Es fühlt sich an, als wenn man versucht mit aller Kraft in die Zukunft zu schauen. Es fühlt sich an, als wolle man so sehr den Moment leben das er, aus Versehen, stehenbleibt. Zeit bedeutet mir nichts. Noch nicht. Aber das ist nicht alles. Es fühlt sich an, als ob man ganz unglaublich glücklich ist und gleichzeitig sehr traurig, ohne zu wissen warum. Es fühlt sich an, als ob man Dinge sieht die sonst keiner sieht, Dinge die jeden Augenblick verschwinden könnten. Die Dinge verschwinden aber nicht, jeder sieht sie nur sieht man es selber nicht. Es fühlt sich so vertraut an, gleichzeitig ist alles unbekannt und irgendwie bedrohlich. Man fühlt sich geborgen und gleichzeitig ist da keine Sicherheit. Es ist als ob man nur ja nicht daran denken will, dass man die ganze Zeit am denken ist. Und auch die Leute! Mal sehen sie dich alle an und bewundern dich und am nächsten Tag, laufen sie vor dir davon.. Ja, es fühlt sich komisch an."
We're so helpless
We're slaves to our impulses
We're afraid of our emotions
And no one knows where the shore is
We're divided by the ocean
And the only thing I know is
That the answer isn't for us
Ich höre auf zu rauchen, weil ich plötzlich Angst habe wegen einer unheilbaren Krankheit in ein Krankenhaus zu müssen. Ich esse regelmäßig, weil ich Angst habe, dass ich sonst umfalle. Ich gehe nur selten bei Rot über die Ampel, weil ich Angst habe von einem Auto angefahren zu werden. Ich mache Kampfsportkurse, aus Angst dass mich jemand überfällt. Ich höre jedem zu, aus Angst etwas zu verpassen. Ich habe habe Angst davor jemand zu sein der ständig auf das hört was andere sagen. Ich esse Obst und putze mir die Zähne, aus Angst dass ich sonst zum Arzt muss. Ich kleide mich wie alle anderen, aus Angst aufzufallen.Ich traue mich nicht zu tragen, was Mode ist, aus Angst ein billiger Abklatsch zu sein. Ich habe keine Vorbilder, weil ich Angst habe eine schlechte Kopie zu sein. Ich kann mich nicht an einen Plan halten, weil ich Angst habe das er versagt. Ich rede nicht viel, weil ich Angst habe etwas Dummes zu sagen. Ich mache auch oft Dinge nicht, aus Angst etwas Dummes zu tun. Wenn ich etwas Mutiges sage oder tue, dann nur aus Angst sonst ein Feigling zu sein oder aus Dummheit. Ich halte mich selber für ziemlich unnütz aus Angst, dass es sonst andere tun. Ich habe Angst vor Menschen, die ich nicht einschätzen kann, deshalb versuche keinen zu begegnen. Ich verletzte mich gerne, damit ich keine Angst habe, wenn andere es tun. Ich mache mir keine Sorgen, aus Angst davor, jemand zu sein, der sich zuviele Sorgen macht. Ich sitze gerne hinter einer Scheibe und betrachte das Leben anderer, aus Angst, dass es mir zu Nahe kommt. Ich habe Angst, wahnsinnige Angst, dass mir mein Herz gebrochen wird, deshalb breche ich lieber andere. Ich habe ständig Angst, dass jemand stirbt, weil es nicht mein eigener Tod wäre. Ich habe Angst, vor dem Schmerz, wenn es doch ich wäre, die stirbt. Ich bleibe gerne bei einem Mann, aus Angst das ich es sonst ewig bereue. Genauer betrachtet habe ich vor Spinnen, Höhe und Zukunft keine Angst, aber es ist einfacher das zu glauben. (An meine Zukunft glaube ich sowieso nicht.)
Ich habe natürlich Angst, dass mir all meine Angst im Wege steht. Aber das bringt nichts. Ängste dagegen bringen tatsächlich auch etwas. Zum Beispiel, ein Glücksgefühl jedesmal wenn ein kleines Stück abgebaut wird. Oder eine gute Gesundheit. Am Ende, ist es das, was ich nie wollte- ein langes (glückliches) Leben- was ich habe, von all meiner Angst. In diesem Moment, in dem Angst etwas Selbstverständliches ist, bin ich endlich ohne Furcht.
Feist // So Sorry [mp3]
Sleepless long nights
That is what my youth was for
Feist // 1234
Ich hasse es, dass man Kommunismus und Atheismus hier für eine Krankheit hält. Ich hasse es, dass man einen sozialen, intellektuellen Menschen hier nicht einmal findet wenn man ihn sucht. Ich hasse es, dass hier überall die Kath. Kirche ihre Fuchteln hat. Ich hasse es, dass die Menschen hier in besonders hoher Konzentration dumm, laut und oberflächlich sind. Ich hasse es, dass Geschäfte nicht aufhaben wenn man sie braucht. Ich hasse dieses schmatzende Bauergschwätz. Ich hasse es, dass ich weil ich nicht so spreche wie eine Aussätzige behandelt werde. Ich hasse bügelpflichtige Blusen und weiße Hemdskragen, bzw. neuerdings deren Inhalt.Ich hasse es, dass hier nix los ist, aber immer was los sein soll. Ich hasse es dass es Leute gibt, die auf all das stolz sein können. Ich schäme mich. Am meisten dafür, das ich mich verstecke.
Ein guter Tag zum Kotzen.
Ich schwebe noch immer. Es plagt mich ziemlich, das ich weder ankündigen konnte, noch danach gleich rumstottern von diesem großartigen Abend. Stars, Stars, Stars. Überraschend, mitrreißend und -nein, ich kann es nicht in Worte fassen, dafür bräuchte ich mehr Zeit und genau die fehlt mir momentan an allen Ecken. Es plagt mich. Meine Tage waren gefüllt von exzentrischen Asiaten, senilen Egozentrikern und aufstrebenden Ökos. Die Nächte sind der traumlose Schlaf meines erschöpften Ichs. Dann wiederum das seltsam und beschämende Gefühl, wenn mein Name zum ersten Mal gedruckt wird unter einem schnöden Text, der tatsächlich mal von mir stammte. Währenddessen fühlt sich Berlin furchtbar fremd an. Zuhause fühle ich mich, wenn überhaupt, nur in den paar Quadratmetern wo mein Bett steht, und nicht einmal das ist meines. Abgesehen davon, ich will einen Beruf und ein Sexualleben haben. Ja. (Und eine Beziehung, und Zeit für mich und Zeit für meine Freunde und für mein Familie und Konzerte und auch Schlaf. Ja.)
Auf dem Weg durch die Stadt begegnen mir manchmal Gesichter die wie Zuhause aussehen. Menschen sind überall gleich, denke ich mal wieder und es stimmt. Magere Jungs mit Che-Kappen, kichernde Mädchen und liebevoll zickende Pärchen.
Stars // Take Me To The Riot
Oben auf den Dächern über der Stadt wird es Nacht währrend wir versuchen alles aus dem Whiskey rauszuholen und uns dabei um die Wette wund ficken. Leben wird vorübergehend zum Pornofilm.
Radiohead // Idiotique
"Ha ha" sagt die Glückseligkeit und kackt dir auf den Bauch. "Na, wie fühlt sich das an?"
Ich bin wieder da, bin endlich wieder Zuhause und es fühlt sich scheiße an. In meinem Raum sind die Dinge nur noch Ballast. Der Mensch der hier hauste, den gibt es so nicht mehr. Beim Anblick des Schrankes, in dem jetzt keine Farben mehr, sondern Kategorieren leben, ekelt es mich. Ich fühle hier nichts mehr, ich will hier nicht mehr sein. Man sagt mir: Du kommst hier nicht weg, du wirst hier bleiben, du schaffst es nicht. Das tut weh. Das tut so weh. Ich sage "Ja, ihr habt recht." und die Glückseligkeit dreht sich beim gehen noch mal um und winkt.